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Berliner Bildhauer



Bronzefiguren & Bronzeskulpturen aus Berlin

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Skulpturen Berlin

Berliner Bildhauer

Im 19. und 20. Jahrhundert war Berlin eines der wichtiges Bildhauerzentren in Deutschland. Zahlreiche Künstler fanden in der avantgardistischen Atmosphäre zu Beginn des 20. Jahrhunderts Inspiration und kreative Anerkennung.

Zu ihnen zählte unter anderem der Brücke-Künstler Ernst Ludwig Kirchner (1880 Aschaffenburg – 1938 Davos), welcher bereits vor der Auflösung der Gruppe 1913 nach Berlin umsiedelte. Unter dem Einfluss der Kunst primitiver Naturvölker schuf er eine Vielzahl an Holzskulpturen von denen sich auch heute noch Werke in Berliner Sammlungen befinden.

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Als einer der erfolgreichsten Künstler der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gilt allerdings Georg Kolbe (1877 Waldheim – 1947 Berlin) – ein Bildhauer, der sich in seiner ein halbes Jahrhundert andauernden Wirkungszeit stets mit dem aktuellen Menschbild auseinandersetzte und gleichzeitig versuchte Ideale zu vermitteln. So wandelten sich dessen feinsinnige und zarte Aktdarstellungen der 10er und 20er Jahre zu einem kräftigen und muskulösen Figurenideal, welches in den 30er und 40er Jahren Beachtung fand.

Der erste und zweite Weltkrieg ist an ihm dabei genauso wenig spurlos vorbei gegangen, wie an seinem Künstlerkollegen Wilhelm Lehmbruck (1881 Meiderich – 1919 Berlin). Jener versuchte unter dem Einfluss von Naturalismus und Expressionismus den Schrecken des 1. Weltkriegs in seinen Figuren einzufangen und das menschliche Leid und Elend, genauso wie Ernst Barlach oder Käthe Kollwitz, anhand seiner Skulpturen darzustellen.

Dem Gegenüber stehen die Arbeiten Rudolf Bellings (1886 Berlin – 1972 Krailling bei München). Nach einer handwerklichen Ausbildung studiert er an der Kunstakademie Berlin-Charlottenburg unter Peter Breuer und findet in der kubistisch-expressionistischen Plastik ein starkes persönliches Ausdrucksmittel. Futuristischen Ideen spielen dabei genauso eine Rolle, wie konstruktivistische Grundlagen und lassen Belling zu einem Wegbereiter der abstrakten Plastik werden. Genauso wie die Arbeiten Kirchners werden seine Werke während des Nationalsozialismus als entartet diffamiert, was ihn zum Austritt aus der Preußischen Akademie der Künste in Berlin zwingt und ihn unter anderem ins Exil in die USA und in die Türkei treibt.

Auch heute noch sieht sich Berlin seiner bildhauerischen Traditionen verpflichtet und immer wieder finden sich im Stadtbild der Metropole Werke bekannter Künstler, die in besonderem Maße mit ihrer (Wahl-)Heimat verbunden zu sein scheinen.

Häufiger begegnen einem dabei Arbeiten des Berliner Bildhauers Bernhard Heiliger (1915 Stettin – 1995 Berlin). Als Student von Arno Breker an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste zeugen seine frühen Werke von einer organisch-verformten Abstraktion, die an Henry Moore erinnern lässt.

Erst ab den 1960er Jahre entwirft er jene bekannteren Gebilde deren Formen durchbrochen und ihre Abstraktion noch weiter fortgeschritten ist, bevor er sich dann ab den 70er Jahren der konstruktivistischen und technisch orientierten Plastik zuwendet. Arbeiten im öffentlichen Raum von Berlin befinden sich beispielsweise auf dem Ernst-Reuter-Platz, im Foyer der Philharmonie oder im Skulpturengarten der Neuen Nationalgalerie, wo auch weitere Werke von Georg Kolbe, Hennry Moore oder Rodin zu entdecken sind.

Neben jenen Werken „von Berlinern für Berlin“ zeigen sich im Stadtraum auch eine größere Anzahl an Skulpturen, deren Meister schon allein des Namens wegen Erwähnung finden sollten. So setzt Stephan Balkenhol (1957 Fritzlar), der ein Atelier in Berlin unterhält, den sich ständig in Bewegung und Hektik befindenden Menschenmassen am Pariser Platz oder in der Karl-Liebknech-Straße seine oftmals distanziert wirkenden Holzmenschen gegenüber, die mit ihrer Starrheit und Anonymität zugleich weniger einen Kontrast als vielmehr ein Gleichnis zu der heutigen Großstadtgesellschaft darstellen.

Durch die Vielzahl der Künstlernamen aus allen Epochen und eine beachtliche Anzahl an Werken im öffentlichen Raum, wird Berlins Bedeutung für die Bildhauerei deutliche. Die Stadt tritt hier als Förderer einer der ältesten Kunstgattungen auf, die sich auf Berliner Plätzen und Straßen voll entfalten kann und, die ihre Künstler zu würdigen weiß.

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